Sonne & Zeit  Sonnenuhrenbau Heierli
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Häufig gestellte Fragen

Was ist das Besondere an unseren Sonnenuhren?

Die Stundenlinien einer Sonnenuhr sind naturgegeben. Ihre Form kann nur mittels Geometrie oder Physik geändert werden.

Bei der klassischen Sonnenuhr sind die Stundenlinien Geraden. Die klassische Sonnenuhr erschien im 15. Jh. in Europa und ist heute noch sehr populär. Auf diesen Uhren ist die Zeit sehr leicht abzulesen. Einen Nachteil hat sie jedoch: die Stundenlinien sehen aus wie die Speichen eines Rads anstatt das darzustellen, was sie tatsächlich sind: Längengrade der Erde.

Das Naturgesetz der Lichtbrechung erlaubt es, die Lichtstrahlen so umzulenken, dass die Stundenlinien der Sonnenuhr die Gestalt der Erde und ihrer Längengrade annehmen. So wird die Sonnenuhr zu einem kosmischen Miniaturmodell von Erde und Sonne (Patent angemeldet).

Die folgende Animation zeigt, wie aus der klassischen Sonnenuhr nach und nach unsere Sonnenuhr entsteht. 



Ablesen der Zeit 

Unsere Sonnenuhren zeigen sowohl die Standardzeit (die Zeit auf unseren Uhren) als auch die wahre Ortszeit (Sonnenzeit) an. Wir fertigen sie für jede von Ihnen gewünschte Zeitzone oder für die Weltzeit an.

Ablesen der wahren Ortszeit (WOZ, Sonnenzeit).

Die Position des Sonnenbilds gegenüber den gepunkteten Stundenlinien zeigt die wahre Ortszeit an. Dabei ist der Mittelpunkt des Lichtflecks massgebend. Die Stundenlinien der WOZ sind durch römische Zahlen bezeichnet.

Ablesen der Uhrzeit (Standardzeit, z.B. die Zonenzeit Ihres Landes)

Die Mitte des Sonnenbilds gegenüber den rot-schwarzen Stundenlinien zeigt die Uhrzeit an. Im Halbjahr vom 21. Dez. bis 21. Juni gelten die schwarzen Stundenlinien, im Halbjahr vom 21. Juni bis 21. Dez. die roten (siehe die unterste Zeile des Zifferblatts).

Beispiele (berechnet für Zürich, Stundenlinien WOZ und mitteleuropäische Zeit MEZ) :

XII Uhr wahre Ortszeit (12:00 WOZ)

12:30 MEZ; 11:55 WOZ

13:45 MEZ; 13:35 WOZ

15:00 MEZ (März); 14:40 MEZ (Oktober); 14:22 WOZ

Bemerkungen:

Zeigt die Sonnenuhr XII Uhr mittags an, also den wahren Mittag, steht die Sonne genau im Süden. Der Schatten eines senkrechten Stabs zeigt in diesem Augenblick nach Norden.

Um Zwischenwerte etwas genauer abschätzen zu können, hat der Lichtfleck einen Radius von ca. 1/4 Stunde. Berührt er gerade noch eine Stundenlinie ist viertel vor oder viertel nach.

Römische Zahlen:  I = 1, II = 2, III = 3, IV = 4, V = 5, VI = 6, VII = 7, VIII = 8, IX = 9, X = 10, XI = 11, XII = 12.

Wahre Ortszeit

Die wahre Ortszeit oder Sonnenzeit gibt an, wann die Sonne an dem Ort wo wir uns gerade befinden, exakt im Süden steht (1). Das geschieht jeweils am wahren Mittag oder 12 Uhr Sonnenzeit. Von einem wahren Mittag zum nächsten wird die Zeit in 24 Sonnenstunden eingeteilt. Da die Sonne nicht immer gleich schnell am Himmel wandert, sind die Sonnenstunden nicht immer gleich lang. Sie können bis zu 1.25 Sekunden von der Normalstunde abweichen (2,3).

Es gilt:    Wahre Ortszeit = Stundenwinkel der Sonne - 12 Stunden, Modulo 12 h.

Koordinierte Standardzeit

Die koordinierte Zeit ist die Zeit auf unseren Uhren. Sie läuft, anders als die Sonnenzeit, bis auf eingefügte Schaltsekunden gleichmässig dahin. Sie muss periodisch korrigiert werden, damit sie der Sonne nicht davon läuft. Ohne Schaltsekunden wäre "Mittag" bald nicht mehr mitten im Tag, sondern würde langsam abdriften (4).

Was geschieht bei der Umstellung Winterzeit zur Sommerzeit und umgekehrt?

Die Zeitumstellung ist ein Kunstgriff der Menschheit. Die Sonne kümmert sich nicht darum. In den Sommermonaten müssen Sie der angezeigten Stunde eine Stunde hinzu addieren.

Wie genau läuft die Sonnenuhr?

Bei genauer Ausrichtung und exakt senkrechtem Stand erreicht unsere Uhr eine Genauigkeit von einigen Minuten auf die volle Stunde. Sie behält diese Genauigkeit dauerhaft ohne je nachgestellt werden zu müssen.

Wie richte ich die Sonnenuhr aus?

Achten Sie auf einen senkrechten Stand und lange Sonnenscheindauer. Ideal ist eine breite Fensterbank oder ein Tisch in Fensternähe. Beim ersten Ausrichten stellen Sie sie einfach so hin, dass sie die exakte Uhrzeit in der Einheit ihrer Uhr anzeigt. Beachten Sie bitte die Zeitumstellung in der Sommerzeit. Ist Ihre Uhr richtig ausgerichtet, folgt sie jahraus jahrein der Uhrzeit, ohne weiteres Zutun. 

Wenn Sie die Sonnenuhr bewegen müssen, z.B. zu Reinigungszwecken oder zum abstauben, drücken Sie einen geraden Gegenstand, beispielsweise ein Klötzchen, gegen die Sonnenuhr und ergreifen Sie diese ohne den Gegenstand zu verschieben. Nach erfolgter Reinigung richten Sie die Sonnenuhr wieder am Gegenstand aus.   

Reinigung und Pflege

Reinigen Sie die Sonnenuhr mit einem leicht angefeuchteten, weichen Tuch. Halten Sie die Sonnenuhr nicht unter Wasser oder unter den Wasserstrahl. Wir garantieren keine Wasserdichtheit.

Kann ich die Sonnenuhr im Garten aufstellen?

Nein. Die Sonnenuhr ist für den Innenraum gedacht und entsprechend ausgelegt. Sie sollte ein trockenes Plätzchen im Schutze einer Glasscheibe erhalten, z.B. im Wohnzimmer oder im Wintergarten. 

 Warum arbeiten wir auf Vorauszahlung?

Jede Sonnenuhr ist ein Unikat. Unsere Uhr wird für Ihren genauen Standort und für die von Ihnen gewünschte Himmelsrichtung speziell gefertigt.

Wie ermittle ich die Himmelsrichtung des Fensters bei dem ich die Uhr aufstellen möchte?

Möglichkeit 1. Sie ermitteln die Ausrichtung Ihres Fensters aus dem Bauplan Ihres Gebäudes.

Möglichkeit 2 - Wir ermitteln die Ausrichtung Ihres Fensters aus öffentlichen Geodaten. Dazu benötigen wir die Adresse des Standorts und die Bezeichnung der Fassade.

Ihre Angaben werden vertraulich behandelt. Wir geben keine persönlichen Daten an Dritte weiter und handeln nicht mit Adressen.

Wie ermittle ich Längen- und Breitengrad meines Gebäudes?

Selbstverständlich machen wir das für Sie. Sie brauchen uns nur die Ortschaft anzugeben.

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Literaturhinweise

1. P. Hugo, D. Roth, W. Bachmann, Sonnenuhren Deutschland und Schweiz, DGC, Stuttgart, 1994.

2. Jörg.Meyer, Die Sonnenuhr und ihre Theorie, Verlag Harri Deutsch, Frankfurt am Main, 2008.

3. Arnold Zenkert, Faszination Sonnenuhr, Verlag Harri Deutsch, Frankfurt am Main, 2002.

4. G.D. Roth, Handbuch für Sternfreunde, Band 1, Springer Verlag, Berlin, Heidelberg, 1989.


DGC: Deutsche Gesellschaft für Chronometrie.